In Deutschland läuft gerade eine umfassende Überprüfung des Waffenrechts. Das klingt zunächst nach einem Thema für Sportschützen und Jäger – tatsächlich betrifft es aber potenziell auch Dich, wenn Du Airsoft spielst, Softair-Modelle sammelst oder eine Druckluftwaffe besitzt. Denn all diese Geräte unterliegen in Deutschland dem Waffengesetz.
Der Grund für unseren Hinweis genau jetzt: Die zweite Beteiligungsrunde der sogenannten Evaluierung läuft, und die Frist für die Rückmeldungen der Verbände endet am 30. September 2026. Danach werden die Antworten ausgewertet – der Prozess kommt also in eine entscheidende Phase.
Wir erklären Dir hier ohne Panikmache, was aktuell passiert, wer beteiligt ist und warum es sich lohnt, den weiteren Verlauf zu verfolgen. Vorweg: Ein fertiger Gesetzentwurf liegt noch nicht vor.
Was gerade passiert: die zweite Beteiligungsrunde
Das Bundesinnenministerium (BMI) hat am 4. August 2026 den lange angekündigten Fragebogen zur Evaluierung des Waffenrechts versandt. Empfänger sind Verbände, die Innenministerien der Länder sowie Behörden wie das BKA, das BfV, die Bundespolizei und die Leitstelle des Nationalen Waffenregisters. Damit begann die zweite Beteiligungsrunde.
Der Folgefragebogen umfasst 46 Seiten, und viele Punkte gehen ausdrücklich auf Vorschläge aus der ersten Runde zurück. Wichtig zur Einordnung: Wenn eine Frage im Fragebogen auftaucht, bedeutet das nicht automatisch, dass das Ministerium die jeweilige Änderung selbst befürwortet. Es geht zunächst darum, Meinungen und Erfahrungen strukturiert einzusammeln.
Die beteiligten Verbände haben bis zum 30. September 2026 Zeit, ihre Rückmeldungen einzureichen. Anschließend werden auch diese Antworten ausgewertet – ein weiterer Schritt in einem längeren Verfahren.
Wie es zu diesem Prozess kam
Hintergrund der Evaluierung ist die Vereinbarung von CDU, CSU und SPD, das Waffenrecht praxisorientierter, anwenderfreundlicher und digitaler weiterzuentwickeln. Das BMI startete den Prozess im September 2025.
Die erste Beteiligungsrunde stieß auf großes Interesse: Laut BMI beteiligten sich rund 70 Verbände, Behörden und Organisationen. Wegen dieser Resonanz wurde die zweite Runde für den Sommer 2026 vorbereitet – genau die Runde, die jetzt läuft.
Auch außerhalb der offiziellen Fragebögen gab es Bewegung: Der Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) hat eine eigene Beteiligungsumfrage durchgeführt und diese am 21. August 2026 geschlossen. Dabei kamen rund 130.000 Antworten zusammen, die in den politischen Prozess einfließen sollen. Das zeigt, wie viele Menschen das Thema bewegt.
Diese Themen stehen zur Diskussion
Aus Antworten der Bundesregierung vom 18. Mai 2026 geht hervor, welche Bereiche unter anderem im Fokus stehen. Dazu gehören:
Für Dich als Airsoft-, Softair- oder Druckluftwaffen-Fan ist besonders der Punkt Aufbewahrung relevant, denn auch beim Umgang mit F-im-Fünfeck-Geräten spielen Fragen wie Erwerb, Transport und Lagerung eine praktische Rolle im Alltag. Ob und wie sich hier etwas ändert, ist derzeit völlig offen.
- die Vorschriften zur Aufbewahrung von Waffen und Munition
- die seit 2020 geänderten Regelungen des Waffenrechts
- Vorschläge, die bereits in der ersten Beteiligungsrunde eingebracht wurden
Digitalisierung: eWBK und „Anmelden statt abgeben“
Ein spürbarer Trend in der Debatte ist die Digitalisierung. Bei einem Gespräch im Bundesinnenministerium Anfang Juni 2026 übergab der VDB dem BMI ein Konzept für eine digitale Waffenbesitzkarte – kurz „eWBK“. Der Gedanke dahinter: Verwaltungsvorgänge sollen einfacher und moderner werden.
Zusätzlich brachte der VDB ein Konzept für eine Amnestie ins Gespräch, um bislang unregistrierte Waffen unter dem Leitgedanken „Anmelden statt abgeben“ zu legalisieren. Diese Vorschläge sind Teil des politischen Austauschs, aber noch keine beschlossene Sache.
Solche Ideen zeigen die Richtung, in die viele Beteiligte denken: weniger Bürokratie, mehr digitale Abwicklung. Ob und in welcher Form das umgesetzt wird, entscheidet sich erst im weiteren Verfahren.
Warum das für GunPoint-Kunden interessant ist
Weil Airsoft, Softair und Druckluftwaffen dem Waffengesetz unterliegen, können Änderungen am WaffG mittelbar auch Dich betreffen – etwa bei Alltagsfragen rund um Erwerb, Transport und Aufbewahrung. Aktuell ändert sich für Dich jedoch nichts: Es gibt keinen fertigen Referentenentwurf, und die geltenden Regeln bleiben bis auf Weiteres bestehen.
Realistisch wird eine Reform frühestens Ende 2026 erwartet, eher 2027. Wenn Du wissen möchtest, welche Vorschriften genau für Dein Modell gelten, wende Dich an Deinen Fachhändler oder die zuständige Behörde – das ist bei konkreten rechtlichen Fragen immer der sichere Weg.
Fazit
Die Waffenrechts-Evaluierung 2026 ist ein wichtiger, aber noch offener Prozess. Die zweite Beteiligungsrunde läuft, die Verbände arbeiten an ihren Rückmeldungen bis zum 30. September, und erst danach wird ausgewertet. Bis ein Gesetzentwurf vorliegt, gilt weiterhin die bekannte Rechtslage.
Unser Rat: Bleib gelassen, aber informiert. Wer den Prozess verfolgt, ist bei möglichen späteren Änderungen nicht überrascht. Verlässliche Auskünfte zu Deiner konkreten Situation bekommst Du bei der zuständigen Behörde oder im Fachhandel – nicht aus Gerüchten in Foren.
Quellen
- BMI – Evaluierung des Waffenrechts: nächste Schritte
- VDB – Evaluierung des Waffenrechts: So geht es weiter
- VDB – Austausch im Bundesinnenministerium zu Waffenrechtsevaluierung
- all4shooters.com – Zweite Runde der Evaluierung des Waffengesetzes
- all4shooters.com – Evaluierung des Waffenrechts 2025/2026: Forderungen der Verbände
- BDMP – Evaluierung des Waffenrechts: Der Fragebogen verrät die Richtung
- Airsofter World September 2026 Update | Popular Airsoft: Welcome To The Airsoft World
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Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI recherchiert und verfasst und vor der Veröffentlichung von der GunPoint-Redaktion geprüft. Stand: 13.09.2026. Die genannten Quellen findest Du oben in der Quellenliste.